Über Skat-/Spielkarten

11Das verkannte Orakel

 Dem Kartenlegen mit Spielkarten haftet noch immer der Geruch der Jahrmarktswahrsagerei, wenn nicht sogar des Zweifelhaften an. Hinzu kommt der zweifelhafte Umstand, dass es hierzu kein einheitliches „Regelwerk“ zu geben scheint – die Karten werden oftmals unterschiedlich und willkürlich gedeutet  – und es wird diesen Karten nachgesagt, dass Ihre Aussagekraft etwas Fatalistisches und Überholtes hat. Selbst einige der überzeugten Tarotkartenleger stellen die Möglichkeit, mit diesen Karten zu legen, in Frage. Für sie sind es ausschließlich die Bilder und Symbole, die das Kartenlegen ermöglichen.

Dabei kann man die Spielkarten nur nur als Verwandte ersten Grades des Tarots betrachten, auch ihre Funktion ist nicht zu unterschätzen. Ihre Sprache ist nicht fatalistischer als die des Tarots; der Unterschied besteht vielmehr darin, dass der Tarot als Spiegel der Seele die Innenwelt des Fragenden anzeigt, während die Spielkarten die äußere, materielle Welt und die damit verbundenen Chancen und möglichen Wege offenlegen. Dass sie dabei keine Bilder benötigen, sondern die klassischen und schlichten Symbole wie Kreuz, Herz, Pik und Karo sowie die Numerologie völlig ausreichend sind, ist ein weiteres Potenzial dieser Karten.

Diese Seiten bringen vielleicht ein wenig Licht in dieses ursprüngliche, aber leider verkannte Kartenorakel.